Schwäbische Zeitung

Presseveröffentlichung vom 18.10.2019

Leader-Projekt bei Galluskapelle fertig

Für rund 55 000 Euro wurden unter anderem neue Informationstafeln aufgestellt

Von Christian Reichl

Tautenhofen - Mit einer Besichtigung der einzelnen Teilprojekte ist am vergangenen Mittwoch die Fertigstellung des Leader-Projekts „Rund um den Winterberg“ gefeiert worden.

Georg Zimmer, Vorsitzender des Fördervereins der Galluskapelle Winterberg, hat alle Beteiligten am neu angelegten Besucherparkplatz im Käsereiweg in Tautenhofen begrüßt und an das besondere Datum der Einweihung erinnert: „Heute ist gleichzeitig Gallustag.“ Der heilige Gallus, Namensgeber für die Autobahnkapelle an der A 96, war ein irischer Mönch, der Anfang des siebten Jahrhunderts an den Bodensee kam und das Allgäu missionierte.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 55 000 Euro. Neben der Stadt Leutkirch haben sich die Kreissparkasse mit 2000 Euro und die Volksbank mit 1000 Euro an den Kosten beteiligt. „Unser größtes Projekt ist der Parkplatz gewesen“, sagte Zimmer. Der neue Platz, der in Zukunft von Besuchern der Kapelle kostenlos genutzt werden kann, wurde vom Architekten Georg Heinz geplant.

„Ein großer Vorteil ist, dass der Parkplatz nicht versiegelt wurde, sodass das Wasser abfließen kann“, sagte der Vorsitzende. Etwas knifflig sei beim Anlegen der Parkfläche die steile Böschung gewesen. Vor dem Parkplatz, der Raum für 16 Autos und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder bietet, wurde zudem eine Informationstafel für die Besucher der Kapelle aufgestellt.

Weitere Informationstafeln wurden direkt am Autobahn-Rastplatz aufgestellt, wo die Besichtigungsgruppe ihren zweiten Halt eingelegt hat. „In der Vergangenheit ist der Zugang zur Kapelle von hier nicht gut ersichtlich gewesen“, erläuterte Zimmer. Mit der Beschilderung am Rastplatz solle diesem Problem Abhilfe geschaffen werden.

Vom Rastplatz aus setzte die Gruppe ihre Besichtigung entlang des Galluswegs fort, wo künftige Besucher dank der fünf neu aufgestellten Hinweistafeln mehr über das Leben und Wirken des Mönchs Gallus erfahren können. Die neuen Schilder mit Informationstexten und Bildern wurden von den Fünft-, Siebt- und Neuntklässlern des Hans-Multscher-Gymnasiums gemeinsam mit der evangelischen Religionslehrerin Christine Schramm gestaltet. „Es sind sehr viele schöne Gemälde entstanden, es war wirklich schwer, Einzelne auszuwählen“, sagte die Lehrerin.

Auf dem Winterberg oben angekommen, durfte die Gruppe die vom Regierungspräsidium Tübingen erneuerte Panorama-Tafel bestaunen. „Die alten Tafeln waren teilweise kaputt und haben nicht mehr das heutige Landschaftsbild wiedergegeben“, erklärte Zimmer. Für die Fotos konnte der Verein den Fotografen Roland Rasemann gewinnen.

Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle bedankte sich beim Verein und allen Beteiligten: „Die Galluskapelle ist ein absoluter Glücksfall. Sie ist für die Leutkircher mittlerweile ein Wahrzeichen geworden, und das Ganze wurde konfessionsübergreifend mit ehrenamtlichem Engagement geschaffen“. Eine Voraussetzung für solche Projekte sei die Identifikation der Menschen mit der Region.

Jährlich pilgern zwischen 8000 und 10 000 Besucher den Weg hinauf zur Galluskapelle. „Die meisten, die die Autobahnkapelle besuchen, sind Urlauber und Fernfahrer auf der Durchreise und natürlich die Menschen aus der Region“, so Zimmer.

Zum Abschluss durfte ein Besuch in der Kapelle selbst nicht fehlen, wo die Gruppe den prächtigen Erntedankaltar bewunderte und gemeinsam ein Lied anstimmte. Dort wurde außerdem noch die neue Informationsbroschüre über den Winterberg und die Kapelle vorgestellt. Im Anschluss überreichte Maria Rigal, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle Allgäu, die Leader-Plakette an den Vorsitzenden Georg Zimmer. Bei Kaffee und Kuchen, den Monika Heinz, Hilde Gröber und Rita Netzer bereits vorbereitet hatten, ließ man den Nachmittag ausklingen.

Die Beteiligten (von links): Claudio Uptmoor, Alois Peter, Ernst Natterer, Christine Schramm, Manfred Oswald, Karl-Anton Maucher, Georg Zimmer, Hans-Jörg Henle, Jürgen Günzler, Monika Heinz, Rita Netzer, Georg Heinz, Walter Braun, Maria Rigal, Ulrike Schönberger. Nicht auf dem Foto: Ulrike Rose, Bärbel Fischer, Hans-Peter Eckert und Hilde Gröber. Foto: Christian Reichl

Quelle: Presseveröffentlichung | letzte Aktualisierung 29.01.2021

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