Schwäbische Zeitung

Presseveröffentlichung vom 26.09.2019

Eine Riesenschinderei für alle

Läufer Christian Völz und Radfahrer Christian Völz gewinnen am Schwarzen Grat

Von Walter Schmid

Isny - Für Bergläufer und Gelände-Mountainbiker hat der Internationale Schwarzer-Grat-Berglauf einen Namen, haben doch seit 1977 schon mehrere Deutsche und Baden-Württembergische Berglaufmeisterschaften zur höchsten Erhebung Württembergs stattgefunden - bei jedem Wetter, unter stürmischen Schneeregen als auch bei spätsommerlichem Sonnenschein wie dieses Jahr.

147 Läufer gingen dieses Jahr an der Rehaklinik Überruh in Bolsternang und 35 Mountainbiker Bergsprinter jeweils zeitversetzt an den Start. 45 Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren begannen ihren Spurt 500 Meter vor dem Zieleinlauf, um am Ende am selben Ziel am Turm einzutreffen. Für den Zuschauer dort bedeutet dies eine dichte Abfolge von spannenden Entscheidungen, ein Gipfelerlebnis für alle, zumal bei höchst angenehmen Temperaturen wie in diesem Jahr.

Edwin Stöckle, der aus dem Leistungssport entwachsene Läufer und Isnyer Gemeinderat wies die aus allen Himmelsrichtungen ankommenden Läufer und Biker ein zur Anmeldung und erklärte die Strecke: durchs Dorf Bolsternang, den Gegenhang hoch und dann stetig aufwärts 420 Meter Höhenunterschied und rund sieben Kilometer Laufstrecke bis zum Schwarzen Grat. Weggabelungen seien unmissverständlich bezeichnet. Die Isnyer scheinen stolz auf ihren Berglauf und Radsprint zu sein, zumal sie 1977 als die ersten die Tradition der Bergläufe begonnen haben. Dieses Event hat trotz zahlreicher neuer Trendsportarten seine Anziehungskraft nicht verloren.

Die ersten, die am Ziel über die elektronische Zielmessmatte laufen, sind die Kinder. Simon Huber und Isabell Tronsberg bekommen von Hansjörg und Hiltrud Gruber als erste aller 45 Kinder die Medaille um den Hals gehängt.

Zwei Isnyer ganz vorn bei den Mountainbikern

Die nächsten Ankommenden sind die 35 Bergsprinter auf ihren Mountainbikes: Christian Völz, dann Roland Ballerstedt, beide aus Isny, dahinter Lars Ulbrich aus Leutkirch. Diese drei überqueren als erste die Zielschwelle. In kurzem Abstand danach tauchen die ersten Bergläufer auf: Edwin Singer aus Wolpertswende, Quirin Schmölz aus Missen und Jakob Maier aus Dornbirn. Alle Läufer und Biker überqueren 50 Meter vor dem Zieleinlauf die erste elektronische Schwelle. Dadurch wird dem TV-Vorsitzenden Hansjörg Hübner auf seinem Bildschirm der Name des Ankommende übertragen, so dass er ihn persönlich begrüßen und auf den letzten Metern anfeuern kann.

Mit dabei wie jedes Jahr, der katholische Stadtpfarrer Edgar Jans, der im Mittelfeld munter und frisch durchs Ziel rennt. Weiter hinten kommt Josef Hodrus, Vorstand der Volksbank Allgäu-Oberschwaben - halbkaputt - in den Blick und läuft durchs Ziel. Im letzten Drittel Bürgermeister Rainer Magenreuter, ziemlich geschunden, weil viel zu selten Trainingszeiten in seinem Job möglich seien, wie er selber zu sagen pflegt. Eine Riesenschinderei sei es wieder gewesen, gibt er zu und findet trotzdem herzliche Dankesworte für alle, die dieses wunderbare Event jedes Jahr stemmen und seit über vier Jahrzehnten lebendig halten. Die Ersten, die das Siegerpodest betreten durften waren die Stadtmeister der Stadt Isny: die Läufer Tim Paiz und Margarete Kohler sowie die Radfahrer Christian Völz und Sigrid Mutscheller.

Alle Ergebnisse gibt es unter www.isny-berglauf.de

Die drei ersten Bergläufer (von links): Quirin Schmölz (Zweiter), Edwin Singer (Erster), Jakob Mayer (Dritter). Foto: Walter Schmid

Quelle: Presseveröffentlichung | letzte Aktualisierung 23.12.2020

Das könnte Sie auch interessieren

Wir als Arbeitgeber

Wir als Arbeitgeber

Lesen Sie hier, was uns als Arbeitgeber besonders macht.

mehr

Gemeinsam stark

Gemeinsam stark für die Zukunft

Morgen kann kommen. Erfahren Sie, warum unsere Region auch in Zukunft auf uns zählen kann.

mehr