Schwäbische Zeitung

Presseveröffentlichung vom 06.04.2019

„Mit Demut nicht zu weit“

Extrem-Mountainbiker berichtet beim Mitgliederforum der Voba von seiner Leidenschaft

Von Steffen Lang

Bad Wurzach - „Ein echter Abenteurer“ ist Gastredner des Mitgliederforums der Volksbank Allgäu-Oberschwaben (Voba) am Mittwochabend in Bad Wurzach gewesen. Der Mountainbiker Harald Philipp erzählte über den Bewusstseinszustand „Flow“.

Zunächst aber standen Zahlen im Vordergrund des Abends. Der begann mit Regionalmarktdirektor Berthold Natterer, der sich freute, gut 350 Mitglieder im Kursaal begrüßen zu können. „Sie alle gehören einer großen Gemeinschaft an“, sagte er. Und zeigte sich stolz auf seinen Arbeitgeber („Da wo die Volksbank ist, ist vorne.“) und auf seine Mitarbeiter.

Überdurchschnittliches Ergebnis

Anschließend stellte Vorstandsmitglied Georg Kibele in geraffter Form sehr informativ den Geschäftsbericht vor. Es handelt sich dabei um den Bericht für das erste komplette Geschäftsjahr nach der Fusion. Kibele: „Die Ergebnisse sind überdurchschnittlich. Die künftige Wirtschaftsentwicklung stufen wir als stabil, aber moderater als bisher ein.“

Der restliche Abend gehört dann dem von Natterer als „echten Abenteurer“ angekündigten Harald Philipp. Er ist ein Mountainbiker, der seine Leidenschaft aber nicht bei Wettkämpfen auslebt, sondern auf ungewöhnlichen Wegen, im wahrsten Sinne des Wortes. Er besteigt auf dem Rad oder mit ihm auf dem Rücken Berggipfel, zum Teil über Klettersteige, und fährt dann hinunter.

„Flow“ nennt er das, was er dadurch erlebt und empfindet. Ein Bewusstseinszustand, dem Traum oder dem Rausch nicht unähnlich. „Ein Kind, das ins Spielen vertieft ist - das ist Flow in Reinstform“, erklärt er seinen Zuhörern. „Als Erwachsene tun wir das dann als Kinderkram ab - schade!“ Philipp hält es da lieber mit seiner Mutter: „Mama sagt, es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.“

Und so lebt Harald Philipp heute den Traum, den er als Zwölfjähriger in Siegen („eine ziemlich ersetzbare deutsche Kleinstadt“) zu träumen begann. Als er mit Kumpels seinen eigenen MTB-Parcours im Wald baute. Eine „waghalsige Rennpiste“, die, weil nicht genehmigt, abgerissen wurde, kaum dass sie fertig war.

Philipp erzählt mit Worten und in faszinierenden Filmen, die in den Bergen Islands und in den Alpen entstanden sind, von der Faszination Mountainbike, was ja übersetzt in der Tat Berg-Radfahren bedeutet. Waghalsig und hochrisikobehaftet schaut das aus, was er zeigt. Er sei aber kein Adrenalin-Junkie, betont Philipp. Beim Flow werde nicht Adrenalin ausgeschüttet, sondern es würden Endorphine, „die körpereigenen Glücklichmacher“, freigesetzt.

Der 35-Jährige, der seit vielen Jahren in Innsbruck zu Hause ist, sagt zwar, dass vom Risiko ein Reiz ausgeht und er erforschen will, „was kann ich noch und geht das noch?“. Aber er macht auch deutlich, dass er seine Grenzen kennt und darüber nicht hinaus geht. Schon als Jugendlicher hat er akzeptiert, dass er von seinen Freunden manches Mal als „Memme“ und „Heulsuse“ tituliert wurde. Dafür seien seine Freunde im Gegensatz zu ihm Stammgäste im Krankenhaus gewesen.

Philipp sagt auch: „Das Mutigste ist, auch mal abzusteigen und zu Fuß weiterzugehen.“ Innere Motivation, äußere Herausforderung und eigenes Können müssen im Gleichgewicht sein, so Philipps These, die er auch so formuliert: „Flow erreicht man da, wo man mit Frechheit hingeht und mit Demut nicht zu weit.“

Mountainbiker Harld Philipp (Mitte) mit Regionalmarktdirektor Leutkirch Berthold Natterer (von links) sowie den Vorstandsmitgliedern Werner Mayer, Georg Kibele und Josef Hodrus. Foto: Steffen Lang

Quelle: Presseveröffentlichung | letzte Aktualisierung 22.12.2020

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