Schwäbische Zeitung

Presseveröffentlichung vom 09.02.2019

Stadt hat "derzeit praktisch keine Bauplätze"

Platz für private und gewerbliche Bauinteressenten ist in Bad Wurzach sehr knapp - Ausnahme: Seibranz

Von Steffen Lang

Bad Wurzach - Wer in Bad Wurzach einen Bauplatz haben möchte, ist auf den freien Markt angewiesen. Die Stadt kann Interessenten "derzeit praktisch keine Bauplätze anbieten", so die Information der Verwaltung. Auch Platz für Gewerbe ist knapp.

Konkret in Planung sind derzeit zwei Baugebiete: in Haidgau an der Bühlstraße und in Ziegelbach auf der Flur St. Leonhard. Der Bebauungsplan für Haidgau wurde im April vergangenen Jahres beschlossen. 42 Bauplätze sind dort auf einer 4,3 Hektar großen Fläche westlich der Bühlstraße geplant.

Wie Sachbearbeiter Andreas Haufler in dieser Woche im Ortschaftsrat Haidgau auf Anfrage sagte, gibt es dort aber wohl Verzögerungen. Denn die Fachbehörden verlangen eine Nachkartierung wegen des Artenschutzes. "Das können wir aber erst zur Brutzeit im April/Mai angehen", so Haufler am Mittwochabend. "Frühestens im Herbst 2020" soll dort gebaut werden können, informiert die Stadt auf ihrer Homepage.

Der Bebauungsplan für das Baugebiet in Ziegelbach ist am kommenden Montag Thema im Gemeinderat. Um die 30 Bauplätze sollen auf der Flur St. Leonhard geschaffen werden. Ortsvorsteher Alfons Reichle hofft darauf, dass ebenfalls im Herbst 2020 gebaut werden kann - "wenn alles optimal läuft".

Weitere Planungen stehen für Arnach und Unterschwarzach an. "Allerdings sind wir in beiden Fällen noch nicht in den förmlichen öffentlichen Planungsverfahren, so dass wir diese beiden Bereiche auch noch nicht auf unserer Homepage be-nannt haben". informiert Martin Tapper, Pressesprecher der Stadt. Generell sei die Stadtverwaltung bemüht, mittelfristig die Baugebietsentwicklung insgesamt auch am Zentralort weiter voranzubringen.

Auf dem Weg ist dabei das Baugebiet Gottesberg II in Bad Wurzach. Dort begann im Herbst die Erschließung der zwölf Baugrundstücke. "Voraussichtlich im Frühjahr wird eine zentrale Veranstaltung stattfinden, bei der die Vergaberichtlinien, die Bauplatzgröße und der Quadratmeterpreis bekanntgegeben werden", so Martin Tapper. Freie Plätze gibt es nach Auskunft von Hermann Müller, zuständiger Projektleiter der Volksbank Allgäu-Oberschwaben (Voba), im Baugebiet, das die Voba in Seibranz erschlossen hat. Sie wird auch Erschließungsträger für ein geplantes Baugebiet in Hauerz sein. Dort wird frühestens im Herbst dieses Jahres mit der Erschließung begonnen, so dass eventuell ab Herbst 2020 gebaut werden könnte.

Drei Hektar im Gewerbepark stehen zur Verfügung

Für Gewerbeansiedlung stehen nach Auskunft der Stadtverwaltung derzeit noch rund drei Hektar im Gewerbepark-West zur Verfügung. Der Grundstückspreis dort liegt bei 48 Euro pro Quadratmeter.

Um wieder mehr Platz für Betriebe zur Verfügung zu haben, würde die Stadt gerne bei Arnach-Brugg ein neues Gewerbegebiet schaffen. Bislang lehnt aber das Land dies strikt ab, weil dieses "auf der grünen Wiese" sein würde und damit gegen das sogenannte Anbindegebot verstößt. Ob die Stadt eine Sondergenehmigung erhält, ist derzeit noch völlig offen. Im Regionalplan ist das Gebiet als Gewerbegebiet ausgewiesen.

Die Stadt Bad Wurzach kann derzeit Bauinteressenten kurzfristig kaum ein Grundstück anbieten. Foto: Symbolldbild: dpa/Frederik von Erichsen

Quelle: Presseveröffentlichung | letzte Aktualisierung 20.01.2021

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