Schwäbische Zeitung

Presseveröffentlichung vom 14.01.2019

Drei Oberschwaben sterben unter Lawine

Suche nach viertem Verschütteten gestoppt - Bankvorstand aus Leutkirch unter den Toten

AFP/dpa/sz

Lech - Drei Skifahrer aus Oberschwaben sind in Lech in Vorarlberg bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. Einer der am Samstag tödlich Verunglückten ist Stefan Scheffold, Vorstandsmitglied der Volksbank Allgäu-Oberschwaben mit Sitz in Leutkirch. Die beiden anderen Todesopfer stammen nach Informationen der "Schwäbischen Zeitung" aus dem Raum Biberach. Die Suche nach einem vierten Verschütteten konnte bis zum späten Sonntagabend wegen der anhaltend hohen Lawinengefahr nicht wieder aufgenommen werden.

Die vier befreundeten und nach Informationen der "Schwäbischen Zeitung" ausgesprochen versierten Skifahrer waren am Samstag Angaben österreichischer Behörden zufolge auf einer gesperrten Skipiste unterwegs, als sie verschüttet wurden. Die Sportler trugen einen Lawinen-Airbag, der auch aufgegangen war. Dennoch wurden sie zu tief unter den Schneemassen begraben. Die nach einer Vermisstenmeldung alarmierten Retter konnten nur noch die Leichen der 32, 36 und 57 Jahre alten Männer bergen. Ein 28-Jähriger wird immer noch vermisst.

In den schneereichen Alpen sind am Wochenende noch zwei weitere Menschen ums Leben gekommen. Bei einer Lawinensprengung in den französischen Alpen hantierten zwei Männer am Sonntag mit Sprengstoff, als es aus bislang ungeklärter Ursache zur tödlichen Explosion kam.

In Bayern und in Österreich sind etliche Orte nicht mehr erreichbar. Nach einem Lawinenabgang auf eine Kreisstraße sitzen rund 1300 Einwohner und Touristen im Wintersportort Balderschwang im Allgäu fest. Lech und Zürs sind wegen einer Sperrung der Zufahrtsstraßen nicht mehr erreichbar. Das teilten die Gemeinden am Sonntagabend auf ihren Webseiten mit. Auch der Fernpass, eine wichtige Verbindung zwischen Deutschland und Österreich, ist gesperrt.

In den bayerischen Alpen ist das seit Tagen andauernde Schneechaos auch noch nicht vorbei. Seit der Nacht zum Sonntag schneite es in den Katastrophenregionen im Süden des Freistaates weiter. Von heute an soll es wieder kälter werden - dann könnte nach Meinung von Experten örtlich noch einmal mehr als ein Meter Neuschnee fallen.

Das seit Tagen andauernde Schneechaos ist noch nicht vorbei. In den Bergregionen sind inzwischen viele Straßen und Skipisten wegen akuter Lawinengefahr gesperrt. In den Alpen sind am Wochenende in Österreich und in Frankreich mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Foto: DPA

Quelle: Presseveröffentlichung | letzte Aktualisierung 22.12.2020

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