Schwäbische Zeitung

Presseveröffentlichung vom 02.06.2018

Frauen für Politik-Engagement gewinnen

Informations- und Motivationsabend im Isnyer Rathaus am kommenden Dienstag

Von Julia Garthen und Tobias Schumacher

Wollen mehr Frauen für Engagement in der Politik motivieren: Sibylle Lenz (v. r.) und Stadtratskollegin Gabriele Kimmerle, Martina Schmidt von der "Kontaktstelle Frau und Beruf", Beurens Ortsvorsteherin Silvia Ulrich und Bianca Keybach, Geschäftsführerin der Isny Marketing. Foto: Schumacher

Isny - Wer sich angesprochen fühlt vom Aufruf "Frauen für unser Allgäu" - für mehr ehrenamtliches Engagement in der Politik, schon mit Blick auf die Kommunalwahlen 2019 - ist kommenden Dienstag, 5. Juni, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Isnyer Rathauses willkommen, um sich motivieren und umfassend informieren zu lassen.

Die Initiative "B-o-R-a - Frauen für die Politik" hat sich zum Ziel gesetzt, mit Frauen jeder Altersklasse ins Gespräch zu kommen, unabhängig von ihrer politischen Orientierung, um mehr Frauen in Kreistage und Gemeinderäte zu bringen für einen Ausgleich zwischen männlichen und weiblichen Politikern.

Unterstützt wird der Abend von der "Kontaktstelle Frau und Beruf", die sich im Bodenseekreis und im Landkreis Ravensburg (daher das Kürzel B-o-R-a) vielfältig für Frauenbelange engagiert. Auch beide Landkreise und die Volksbank Allgäu-Oberschwaben unterstützen die Veranstaltung. Neben Isny werden weitere Informationsabende in Leutkirch und Wangen folgen.

Mitorganisatorinnen sind die Isnyer Stadträtin der "Freien Wähler, Sibylle Lenz, sowie Silvia Ulrich, Ortsvorsteherin in Beuren und Chefin des dortigen CDU-Ortsvereins. Sie wird den Abend im Rathaus moderieren. "Es geht um Motivation", sagt Lenz: "Warum gehe ich in die Politik? Wie sieht politische Arbeit aus? Warum zeigen Frauen so wenig Engagement und haben deshalb so wenig Einfluss? Hier braucht es dringend Aufklärung."

Die in Politik, Wirtschaft und sozialen Einrichtungen engagierten "B-o-R-a"-Mitglieder sind davon überzeugt, dass es mehr weibliche Erfahrung, Kompetenz und Wissen in der Kommunalpolitik braucht, viele Frauen aber mangels Informationen und zu geringem Selbstbewusstsein gar nicht auf die Idee kommen, sich einzusetzen und politische Prozesse mitzubestimmen.

Silvia Ulrich betont die Überparteilichkeit von Engagement in der Lokalpolitik, so wie sie es versteht: "Es geht um den Ort, an dem ich wohne, wo ich mich als Frau einbringen kann in Themen wie Kindergarten, Schule, Busbeförderung."

Wichtig ist den Initiatorinnen, dass weder "Parteiengeplänkel" noch -werbung Einzug ins Rathaus halten, sondern es einzig darum geht, Frauen zu mobilisieren und zu ermutigen, politisch aktiv zu werden.

Kurze Interviews mit Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft oder mit Kandidatinnen für Gemeinderäte oder Kreistage sowie authentische Erfahrungsberichte von bereits politisch engagierten Frauen sollen Einblicke in die Kommunalpolitik gewähren, die sie nirgends sonst aus erster Hand erhalten, um mit Unwissenheit und Verunsicherung aufzuräumen.

Die Landtagsabgeordnete und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch wird an "100 Jahre Frauenwahlrecht" erinnern, Veränderungen in der politischen Landschaft erläutern und auf den heute immer noch mangelhaften Frauenanteil unter Politikern eingehen.

Dabei betont Gabriele Kimmerle, Isnyer SPD-Stadträtin: "Als Frau ist man eher dazu geneigt, einen Kompromiss anzunehmen, wenn er in genau diesem Moment richtig ist." Ratskollegin Ulrich stimmt zu: "Frauen können mit Kompromissen besser leben." Lenz ist gar überzeugt: "Frauen kommen in Krisen-Situationen leichter hoch, wenn Entscheidungen anstehen." Schon allein deshalb sei weibliches Engagement dringend geboten.

Das Duo Zimtzucker begleitet den Abend musikalisch. Ausklingen soll er mit vielen Gesprächen und einem regen Austausch bei kleinen Speisen und Getränken. Und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: "Auch Männer sind willkommen, sich auf das Thema Frauen in politischen Ämtern einzulassen", betont die Isnyerin Martina Schmidt von der "Kontaktstelle Frau und Beruf".

Quelle: Presseveröffentlichung | letzte Aktualisierung 05.07.2018

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