Schwäbische Zeitung

Presseveröffentlichung vom 24.01.2018

Mancher Gast zahlt in Wangen weiterhin mit D-Mark

In Gaststätte taucht Münze auf - Alte Währung kann immer noch umgetauscht werden

Von Katrin Neef 24. Januar 2018

Wangen - Da musste Waltraud Steinhauser zweimal hinschauen: In ihrem Bedienungsgeldbeutel ist vor wenigen Tagen tatsächlich eine D-Mark-Münze aufgetaucht. "Die muss von einem Gast gekommen sein", vermutet die Mitarbeitern des Gasthauses Lamm in Wangen. Bemerkt hat sie die Mark zunächst nicht. Erst als sie die Münze als Rausgeld auf den Tisch legte, sah eine Frau, dass es sich nicht um einen Euro handelte. Nun ist die Münze eine kleine Sensation, denn 16 Jahre nach der Einführung des Euro-Bargeldes tauchen nur noch selten D-Mark auf. Wer doch noch Münzen oder Scheine der alten Währung findet, kann sie aber immer noch gegen Euro eintauschen.

"Es kommt immer noch gelegentlich vor, dass Kunden mit D-Mark-Scheinen oder -Münzen zur Sparkasse kommen. Wir nehmen die Scheine dann entgegen und leiten diese zum Einzug an die Deutsche Bundesbank weiter", sagt Michael Gresens, Sprecher der Kreissparkasse Ravensburg. D-Mark-Münzen würden nur noch selten bei der Sparkasse abgegeben. Diese würden aber ab einer Summe von fünf DM ebenfalls entgegen genommen. "Sofern also jemand noch alte DM-Bestände bei sich daheim findet, ist das gar kein Problem. Wir nehmen das Bargeld entgegen und leiten es zum Einzug des Gegenwertes an die Deutsche Bundesbank weiter", sagt Gresens.

Auch an den Schaltern der Volksbank Allgäu-Oberschwaben tauchen noch gelegentlich Kunden mit alter Währung auf - jedoch "sehr, sehr selten", wie Vorstandssprecher Josef Hodrus berichtet. "Es kommt vor, dass Leute bei Haushaltsauflösungen noch irgendwo D-Mark finden", sagt er. Und Hodrus glaubt auch, dass so mancher absichtlich eine alte Münze oder einen Schein aufbewahrt, als Erinnerung - so wie er selbst zu Hause noch ein paar italienische Lire habe. Die nächste Möglichkeit, bei der Volksbank Mark in Euro umzutauschen, gebe es in der Ulmer Zweigstelle.

Waltraud Steinhauser hat sich noch nicht entschieden, was sie mit ihrer Mark machen soll. Verschenken? Einrahmen? Und dann wäre ja noch die Frage, ob sie nun jemand absichtlich oder aus Versehen als Zahlungsmittel verwendet hat. Einen Zweck hat die Münze jedenfalls schon erfüllt: Sie sorgt für Gesprächsstoff in und außerhalb der Gaststätte.

Waltraud Steinhauser zeigt ihren D-Mark Fund. Foto: Katrin Neef

Quelle: Presseveröffentlichung | letzte Aktualisierung 27.11.2020

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